SAP Sales Cloud ist im Vergleich zu ECC oder S/4HANA ein kleiner, aber wachsender Markt – und genau das macht die Neukundengewinnung für spezialisierte CX-Berater besonders. Wer hier auf dieselbe Sichtbarkeits-Strategie setzt wie im breiten SAP-Kerngeschäft, verschenkt Potenzial.
Warum ist die Neukundengewinnung im SAP-Sales-Cloud-Umfeld besonders schwierig?
Kurz gesagt: Der Suchraum ist klein, die Zielgruppe sitzt oft im Vertrieb statt in der IT, und viele Berater positionieren sich noch immer primär über SAP als Marke statt über die konkreten Vertriebsprobleme, die sie lösen.
Drei strukturelle Hürden treten dabei besonders häufig auf:

1. Die Entscheider sitzen im Vertrieb, nicht in der IT
Anders als bei klassischen SAP-Modulen wie FI/CO oder MM wird die Entscheidung für ein Sales-Cloud-Projekt häufig maßgeblich vom Vertriebsleiter oder CRO mitgetragen – nicht allein von der IT-Abteilung. Wer seinen Content nur technisch-IT-lastig aufbaut (“SAP Sales Cloud Implementierung”, “API-Integration”), spricht damit an der eigentlichen Entscheidungsebene vorbei.
2. Der Markt ist klein – generischer Content geht darin unter
Weil “SAP Sales Cloud” ein vergleichsweise kleines Suchvolumen hat, kämpfen wenige spezialisierte Anbieter um dieselben, sehr spezifischen Suchanfragen. Das ist eine Chance: Anders als bei S/4HANA reicht hier oft schon eine Handvoll wirklich guter, tiefgehender Artikel, um sichtbar zu werden – vorausgesetzt, sie beantworten die tatsächlichen Fragen der Vertriebsseite.
3. Der Wettbewerb zu klassischen CRM-Anbietern wird selten adressiert
Viele Unternehmen, die eine SAP Sales Cloud evaluieren, vergleichen parallel mit Salesforce, HubSpot oder Microsoft Dynamics. SAP-Sales-Cloud-Berater, die diesen Vergleich aktiv und fair im eigenen Content aufgreifen (“SAP Sales Cloud vs. Salesforce für SAP-Bestandskunden”), erreichen Interessenten genau in der Vergleichsphase – einem besonders kaufnahen Moment.
Welche Themen ziehen bei SAP-Sales-Cloud-Interessenten besonders gut?
Aus der Praxis heraus lohnen sich vor allem Inhalte, die konkrete Vertriebsprobleme mit SAP-Sales-Cloud-Funktionen verknüpfen, statt Funktionen isoliert zu erklären:
- “SAP Sales Cloud für bestehende SAP-ERP-Kunden” – der naheliegende Anwendungsfall vieler Bestandskunden.
- “Forecast-Genauigkeit mit SAP Sales Cloud verbessern” – ein Vertriebsproblem, kein IT-Thema.
- “SAP Sales Cloud Integration mit S/4HANA” – die technische Brücke, die IT und Vertrieb gleichermaßen interessiert.
Wie sollten CX-Berater ihre Sichtbarkeit strategisch aufbauen?
Weil der Markt klein, aber die Zielgruppe klar umrissen ist, lohnt sich eine Kombination aus:
- Wenigen, aber sehr konkreten Blogartikeln, die echte Vertriebsprobleme adressieren statt Produktfeatures aufzuzählen.
- LinkedIn als Hauptkanal, weil Vertriebsleiter und CROs dort aktiver sind als bei reinen IT-Themen.
- Ehrlichen Vergleichsinhalten zu alternativen CRM-Systemen, statt diese zu ignorieren.
Häufige Fragen zur Neukundengewinnung im SAP-Sales-Cloud-Umfeld
Warum ist SAP Sales Cloud schwerer zu vermarkten als S/4HANA-Themen? Weil das Suchvolumen kleiner ist und die Entscheidung oft von der Vertriebsseite mitbestimmt wird – ein rein technischer, IT-zentrierter Content greift hier zu kurz.

Sollten SAP-Sales-Cloud-Berater den Vergleich zu Salesforce oder HubSpot aktiv thematisieren? Ja, sofern der Vergleich fair und differenziert erfolgt. Interessenten recherchieren diesen Vergleich ohnehin – wer ihn seriös beantwortet, wird in dieser Phase eher gefunden und ernst genommen.
Welche Rolle spielt LinkedIn speziell für SAP-Sales-Cloud-Akquise? Eine überdurchschnittlich große, weil die Zielgruppe (Vertriebsleiter, CROs) dort aktiver ist als bei klassischen IT-Themen, die eher über Fachportale und Google gesucht werden.
Lohnt sich ein eigener Blog-Bereich nur für SAP Sales Cloud bei kleinem Suchvolumen? Ja, gerade weil der Wettbewerb um diese spezifischen Suchbegriffe gering ist, reichen wenige, aber sehr gute Inhalte oft aus, um in diesem Nischenthema sichtbar zu werden.


